Simvastatin
Simvastatin (ZOCOR ® ) ist ein Cholesterin- Synthese-Enzym-Hemmer von MSD SHARP & DOHME . Es soll positiv bei MS wirken.
Wenn ich genug Infos habe, berichte ich weiter. Gerne können Sie / könnt ihr mir Infos senden ! bernds0611@web.de
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MULTI-CENTER-TEST MIT SIMVASTATIN BEI MS ERFOLGREICH
Anlässlich der Jahrestagung der American Academy of Neurology (AAN) im
Hawaii Convention Center am 01. April 2003 wurden die Ergebnisse einer
Studie vorgestellt, die für die weitere Behandlung der Multiplen
Sklerose eine wesentliche Bedeutung haben kann. Es handelte sich um die
Ergebnisse einer Gemeinschaftsuntersuchung von drei verschiedenen
Zentren in USA. Beteiligt waren die Wissenschaftler der Medical
University/ MUSC Multiple Sclerosis Clinic, das Barrow Neurological
Institute in Phoenix und das University of Colorado Health Science
Center in Denver mit ihren in der MS-Szene sehr bekannten
Wissenschaftlern.
Die Multi-Center-Untersuchung sollte in einer sog.offenen Studie klären,
ob das cholesterinsenkende Medikament Simvastatin nicht nur, wie in
vorangegangenen Laborversuchen und Tierexperimenten, sondern auch bei
MS-Patienten eine entzündungshemmende Wirkung ausüben und damit die MS
wirksam und ohne wesentlichen Nebenwirkungen bekämpfen kann.
Zusammenfassend wurde während des Vortrages festgestellt: Vorab-Daten
lassen erwarten, dass eine tägliche Behandlung mit 80 mg Simvastatin
(Zocor, Denan u.dgl.) sicher und wirksam bei der Behandlung der
schubförmig verlaufenden MS sein wird. Allerdings müssten jetzt
randomisierte, kontrollierte Studien durchgeführt werden, um die
Wirksamkeit dieser Behandlung definitiv zu bestätigen. Derzeit seien die
am häufigsten verwendeten Medikamente die Interferone, die aber - obwohl
in der Reduktion von Häufigkeit und Stärke bei MS-Attacken durchaus
wirksam - doch signifikante Nebenwirkungen hätten.
Quelle: Multiple-Sklerose-Info, Andrè
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Simvastatin (Zocor®) ist
die bisher einzige cholesterinsenkende Substanz, deren Wirksamkeit und
Sicherheit an einem großen Patienten-Kollektiv über einen langen
Zeitraum dokumentiert wurde. Die Ergebnisse der
4S-Nachbeobachtungsstudie, die Professor Terje Pedersen, Oslo,
beim diesjährigen AHA-Kongreß in Dallas* vorstellte, lassen erkennen,
daß der substanzspezifische, lebensverlängernde Effekt mit der Dauer
der Simvastatin-Behandlung kontinuierlich zunimmt.
Schon der Ausgang von 4S (Scandinavian Simvastatin Survival Study)
galt als richtungweisend für das therapeutische Vorgehen bei Patienten
mit koronarer Herzkrankheit. Diese randomisiert doppelblind
plazebo-kontrollierte Studie war aus ethischen Gesichtspunkten
vorzeitig abge-brochen worden, weil nach einer Laufzeit von
durchschnittlich 5,4 Jahren die Gesamttodesrate im Simvastatin-Arm um
30 % niedriger gewesen war als in der Kontrollgruppe (8,2 % versus
11,5 %/p=0,0003). Teilgenommen hatten 4.444 KHK- bzw.
Postinfarktpatienten mit leicht bis mäßig erhöhten Cholesterin-Werten.
Zwei Jahre nach Abbruch von 4S wurden die Krankheitsverläufe der
überlebenden Studienteilnehmer erneut analysiert. Knapp 70 % der
Patienten der ehemaligen Kontroll- und etwa 75 % der ursprünglichen
Verumgruppe standen inzwischen bzw. noch immer unter
Simvastatin-Medikation. Wie schon in der Studie beobachtet, setzte der
substanz-spezifische, lebensverlängernde Effekt von Simvastatin auch
bei den erst nach Studienende auf Verum eingestellten Patienten nach
etwa anderthalb Jahren ein. Bis zu diesem Zeitpunkt waren die
Überlebenskurven der beiden Kollektive weiter auseinandergegangen -
die Wahrscheinlichkeit zu versterben hatte durch die insgesamt 6,9-
bis 8,3-jährige Simvastatin-Behandlung um 31 % abgenommen. Das
bedeutet eine Steigerung der absoluten Risikoreduktion von 3,3 % auf
4,4 % (p=0,00001) innerhalb der zwei Jahre nach Ende der doppelblinde
Phase von 4S.
Auch für Pedersen unerwartet war die Tatsache, daß in der
durchgängig mit Simvastatin behandelten Patienten-Gruppe auch die
durch Krebs verursachte Todesfälle seltener gewesen waren, wenn auch
nicht signifikant. Damit sei die Sicherheit einer Langzeitbehandlung
mit Simvastatin eindrucksvoll bestätigt worden, betonte der
4S-Studienleiter. Die vorteilhafte Nutzen/Risiko-Relation wäre
unabhängig vom Alter der Patienten - die ältesten 4S-Teilnehmer waren
inzwischen 78 Jahre alt - und LDL-Ausgangswert vor Studieneinschluß -
über/unter 175 mg/dl - gewesen.