Nun will ich auch was zu MITOXANTRON ( Handelsname NOVANTRON) zeigen.
Die Info stellte mir freundlicherweise Andrea aus München zur Verfügung. Danke Dir !
Es handelt sich um die Patienteninfo/belehrung, aus der Ihr/Sie Euch/sich hoffentlich einige Infos entnehmen könnt.
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MITOXANTRON (Novantron) Informationsblatt für Patienten- Therapie mit immunsuppressiven Medikamenten
Sehr verehrte Patientin, sehr geehrter Patient! Mit diesem Merkblatt möchten wir Sie über die Möglichkeiten zur Behandlung der langsam schleichenden Verlaufsform der multiplen Sklerose mit dem Medikament Mitoxantron informieren. Bei der Behandlung der chronisch-progredienten Verlaufsform der multiplen Sklerose gibt es bisher kein sicher wirksames Arzneimittel. Erst in den letzten Jahren ergab sich bei einigen Untersuchungen der Hinweis darauf, daß mit diesem Medikament Mitoxantron gute Ergebnisse erzielt werden können. Allerdings liegen bisher nur einige kleinere Studien vor, während eine große sogenannte Doppelblindstudie zur sichereren Beurteilung der Wirksamkeit des Medikamentes noch vor dem Abschluß steht. Die Wirkung des Medikamentes basiert auf einer Unterdrückung des körpereigenen Abwehrsystems (Immunsuppression). Mitoxantron ist in Deutschland seit 1985 unter dem Namen NOVANTRONOR im Handel und wird erfolgreich als Zytostatikum, d.h. zur Bekämpfung bösartiger Erkrankungen eingesetzt. Mitoxantron ist als besonders verträgliches Zytostatikum mit nur geringen Nebenwirkungen bekannt.
Nebenwirkungen und Risiken: Auch wenn das Medikament im allgemeinen relativ gut vertragen wird, sind einige der möglichen Nebenwirkungen zu beachten, die allerdings nur bei einem kleinen Teil der damit behandelten Patienten auftreten. Die häufigsten Nebenwirkungen sind Übelkeit und Erbrechen, zu deren Vermeidung sie vorsorglich ein wirksames Antiemetikum (Tablette, Tropfen oder intravenöse Injektion) erhalten. Durch die immunsuppressive Wirkung von Mitoxantron kann die Anzahl der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) sinken und Sie für Infektionen empfänglich machen. Tritt eine Infektion oder irgendeine andere unerwartete Reaktion auf das Medikament ein, sollten Sie sofort Ihren Hausarzt aufsuchen bzw. sich mit Ihrem Behandlungszentrum in Verbindung setzen.\line Ebenso kann es zu einer Verminderung der Blutplättchen (Thrombozyten) und zu Störungen im Magen-Darm-Trakt wie Durchfall und Magen-/Darmblutungen kommen. Vorübergehende Veränderungen von Leber- und\line Nierenwerten wurden vereinzelt beobachtet, gelegentlich wurde über Atemnot berichtet. Eine vor\'fcbergehende Ausdünnung der Haare bildet sich\line zur\'fcck. Bei Frauen kann die Regelblutung ausbleiben, was sich aber durch die Einnahme hormoneller Kontrazeptiva (,,Antibabypille") regulieren läßt. Da eine mögliche Schädigung eines Föten nicht sicher auszuschließen ist, sollten Sie (weiblich und männlich) während des gesamten Behandlungzeitraumes sowie mindestens 6 Monate nach Beendigung der Behandlung eine sichere Empfängnisverhütung praktizieren. In den ersten 24 Stunden nach Verabreichung von Mitoxantron kann es zu einer blau-grün Verfärbung des Urins kommen. Bei einer sehr hohen Lebensgesamtdosis von Mitoxandron (über 160 mg/m² Körperoberfläche) - also nach einer Behandlung von 2-3 Jahren - kann eine Schwächung des Herzens auftreten, weshalb die Herzfunktion während der Behandlung ständig kontrolliert wird. Unter einer immunsupressiven Therapie besteht prinzipiell ein wenn auch\line geringes Risiko f\'fcr b\'f6sartige Neubildungen nach langjähriger Therapie; dies wurde bisher unter Mitoxantron nicht beobachtet, kann jedoch nicht mit letzter Sicherheit ausgeschlossen werden. Ablauf der Behandlung Mitoxantron wird zunächst in 3monatigen Abständen in einer Dosis von 12 mg/m² Körperoberfläche (errechnet sich aus Körpergröße und Gewicht) als Tropfinfusion in die Vene verabreicht. Vorher erhalten Sie ein Medikament zur Verhinderung einer eventuell auftretenden Übelkeit (Antiemetikum). Je nach individuellem Krankheitsverlauf wird Ihr Arzt gegebenenfalls eine andere Dosis oder andere Behandlungsabstände festlegen. Ich versichere, daß ich über die Wirkungen und Nebenwirkungen sowie über die Risiken einer Behandlung mit Mitoxantron von Frau/Herrn Dr...... ausführlich aufgeklärt worden bin und auch über die Wirkung alternativer Behandlungsverfahren informiert wurde. Ich versichere ferner, daß ich meinem behandelnden Arzt alle Informationen über frühere Vorerkrankungen mitgeteilt habe, da solche Erkrankungen das Behandlungsrisiko erhöhen können. Ich willige deshalb in die Behandlung mit Mitoxantron ein. Bei Frauen: Eine Schwangerschaft liegt vor/liegt nicht vor.
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Was ich wirklich nicht verstehe, ist folgendes: Wie kann der/die Patient(in) es wissen, ob die Aufklärung wirklich ausführlich war und woher soll er/sie ohne Krankenblatt genau wissen, ob er /sie auch wirklich alle Infos gegeben hat ? Eure/Ihre Unterschrift scheint mir ein großes Risiko darzustellen, ist aber bei diesem Medi kaum anders möglich. Es könnte aber auch ein Freibrief sein......
Die Wirkung des Medikamentes basiert auf einer Unterdrückung des körpereigenen Abwehrsystems.Nun aber genau das macht Corti ja auch, allerdings mit dem Unterschied, daß Cortison nur bei Bedarf eingestzt wird, während Mitoxant ständig gegeben wird, jedoch nicht auf Lebenszeit. Allerdings wirkt Mitoxant nicht sicher bei der chronisch-progredienten Verlaufsform. Gewinnoptimierung will ich mal nicht als Grund annehmen.Was wird nach der Lebensdosis gegeben ? Wieso bekommen einige Patienten während der Mitoxbehandlung einen Schub ?Wer kann mir Auskunft geben ? bernds0611@web.de