Epstein-Barr-Viren , ApoE-Gen, Grippe, Vergleichstest, Neuroprotektiva, Interferon-beta, Antegren

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Forschung: Protein bremst Nerven aus

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Tel Aviv (netdoktor.de) - Das ApoE-Gen könnte für ein aggressives Fortschreiten der Multiplen Sklerose (MS) verantwortlich sein.

Das berichtet das Fachblatt "Neurology" in seiner neuesten Ausgabe.

Forscher der Universität von Tel Aviv untersuchten 205 MS-Patienten über zehn Jahre hinweg und stellten fest:

die chronische Entzündung verlief bei solchen Patienten aggressiver, die Träger des ApoE-Gens sind.

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Würzburg (netdoktor.de) – Patienten mit Multipler Sklerose können sich gegen Grippe impfen lassen. Das ergab eine deutsche Untersuchung, veröffentlicht in der aktuellen Ausgabe des Fachblatts "Neurology". Studienleiter Peter Rieckmann von der Universität Würzburg impfte zwölf Patienten mit Multipler Sklerose und 28 gesunde Freiwillige. Über vier Monate hinweg beobachtete Rieckmann und sein Team die Studienteilnehmer. Ergebnis: Bei keinem der MS-Patienten verschlimmerten sich die Krankheitssymptome nach der Impfung. "Dieses Ergebnis widerlegt die bei Ärzten und Patienten weit verbreitete Auffassung, dass der Grippe-Impfstoff Krankheitsschübe bei der Multiplen Sklerose auslösen könne", sagte der Neurologe.

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Serono: MS-Medikament Rebif wirksamer als Avonex
 
Laut einem jetzt abgeschlossenen Vergleichstests ist Rebif, das Multiple-Sklerose-Medikament des Schweizer BioTech-Unternehmens Serono wirksamer als das Präparat Avonex vom Konkurrenten Biogen.

Wie eine Studie herausgefunden haben will, haben Patienten, die mit Rebif behandelt werden, ein um 90% geringeres Risiko, keinen Rückfall zu erleiden, als Patienten, die eine Therapie mit Avonex durchlaufen.

Freizeit-Kurier 9. Mai 1998

MULTIPLE SKLEROSE - NEUE CHANCEN

Noch vor kurzer Zeit ging die Medizin davon aus, daß Multiple Sklerose (MS) durch den Verlust der schützenden Hüllen von Nerven bedingt ist. Diese Nervenkrankheit, die zu schweren Störungen der Beweglichkeit führt, galt bisher als unheilbar.

Jetzt haben US-Wissenschaftler erste Beweise gefunden, daß es bei MS auch in einem hohen Maße zu einer vollständigen Durchtrennung und Zerstörung der Nervenfortsätze, der sogenannten Axone kommt. Die Verbindung zwischen den Nervenzellen wird unter- und abgebrochen. Das würde auch erklären, warum die Krankheit oft so unterschiedlich verläuft. Denn werden auch die Nervenfortsätze durchtrennt, kann ein Krankheitsschub eine nicht mehr umkehrbare Behinderung bedeuten.

Von diesen neuen Erkenntnissen sind tiefgreifende Auswirkungen auf die Behandlung von MS zu erwarten. Weil nicht damit zu rechnen ist, daß die einmal abgetrennten Nerven je wieder zusammenwachsen, müßten möglichst früh entzündungshemmende Medikamente eingesetzt werden. Günstige Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf dürfte auch von neuen, die Nerven zum Teil regenerierenden Medikamenten ausgehen, den sogenannten Neuroprotektiva. Mit ihrer Hilfe könnte ein Fortschreiten von der Erbkrankheit bereits in einem frühen Stadium gestoppt oder zumindest stark verzögert werden.

Insgesamt ein wenig Hoffnung für die Patienten und ihre Angehörigen

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Viele Beiträge suche ich selbst und frage dann, ob ich sie veröffentlichen darf. Oft ist Andrè schneller und so habe ich diesmal einen Bericht,

den ich durch seine Recherche im Net zu Gesicht bekommen habe.:

Neues Interferon-beta mit höherer Wirksamkeit

Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Grenzflächen- und
Bioverfahrenstechnik haben ein verändertes Interferon-beta-Molekül mit
einer verbesserten Löslichkeit entwickelt. Unter der Leitung von Bernd
Otto tauschten die Biotechnologen acht hydrophobe (wasserabstoßende)
Aminosäuren gegen hydrophile (wasserliebende) aus und produzierten das
veränderte Molekül in Säugetierzellen. Durch den Anbau zusätzlicher
Zuckerreste konnte die dreidimensionale Struktur des Moleküls
stabilisiert werden. Im Tierversuch zeigte die Substanz eine zehnfach
höhere Bioverfügbarkeit als herkömmliche Interferon-beta-Präparate.
Interferon-beta wird als Medikament gegen Multiple Sklerose
intramuskulär gespritzt. Aufgrund der geringen Löslichkeit gelangt es
jedoch nur zu geringen Teilen ins Blut.
( wissenschaft-online 21.09.01}

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Neues MS-Medikament in der Testphase: Antegren®

Im September 2001 wurde am europäischen MS-Kongress ECTRIMS in Dublin
ein neuer Wirkstoff vorgestellt. Antegren® (Natalizumab), ein
monoklonaler Antikörper gegen gewisse Oberflächeneiweisse (alpha-4
Integrine) von Abwehrzellen, wurde speziell dafür entwickelt,
auto-agressive weisse Blutkörperchen daran zu hindern, die schützende
Blut-Hirn-Schranke des Gehirns zu durchdringen. Bewährt sich dieses
Wirkstoffprinzip in weiteren klinischen Studien, könnten für MS typische
Entzündungsvorgänge unterbunden werden, bevor die Nervenzellen
und -Hüllen des Gehirns grösseren Schaden nehmen.
(von Andrè geklaut)

Bei Antegren® handelt es sich um einen intravenös verabreichtes
Antikörper-Präparat, dessen Wirkung darauf beruht, die Wanderung
potentiell schädigender Immunzellen aus dem Blutstrom in das Gehirn und
Rückenmark zu unterbinden. Der Antikörper bindet dabei an eine auf der
Zelloberfläche befindliche, als alpha 4-Integrin bezeichnete
Eiweiß-Struktur, die den Transfer von Immunzellen über die
Blut-Hirnschranke reguliert.---
Es bleibt die berechtigte Hoffnung, dass in naher Zukunft ein
weiteres Medikament für die Behandlung von MS zur Verfügung stehen
könnte, dessen Wirkung - und das verdient besondere Erwähnung - auf
einem völlig neuartigen Behandlungskonzept beruht. Dies ist insofern
wünschenswert, da sich die Hinweise mehren, dass es sich bei MS
möglicherweise nicht um eine Einzige, sondern um mehrere verschiedene
Erkrankungen ähnlicher Symptomatik handelt. Um eine optimalen
Behandlungserfolg zu erzielen, - so die Schlussfolgerung- wäre jeder
MS-Fall individuell zu betrachten und auch zu therapieren

(von Regina geklaut)

 
26.03.2003 - Medizin
Neue Studie: Epstein-Barr-Viren können Multiple Sklerose fördern

Krankheit bricht erst viele Jahre nach der Infektion aus

Eine heftige Infektion mit Epstein-Barr-Viren kann eine Multiple Sklerose fördern. Dabei breche die Nervenkrankheit oft erst viele Jahre nach der Vireninfektion aus, berichten amerikanische Forscher im Fachmagazin "Journal of the American Medical Association" (Bd. 289, S. 1533). Bei einer akuten Infektion lösen die Viren oft keine Symptome aus oder führen zum Pfeifferschen Drüsenfieber. Rund 98 Prozent der Bevölkerung infizieren sich als Kind oder junge Erwachsene mit dem Virus. Bereits bekannt ist ein Zusammenhang des Virus mit verschiedenen Krebsarten wie Rachentumoren.

Das Team um Lynn Levin von der Militär-Agentur für körperliche Behinderungen in Washington suchte im Blut von Militärangehörigen nach Immunmolekülen gegen das Virus, die von einer früheren Infektion zeugen. Die Blutproben stammen aus einer Blutbank des Militärs mit über drei Millionen Einlagen. In 83 Fällen war den Forschern bekannt, dass die Militärangehörigen Jahre nach der Blutabnahme Multiple Sklerose bekamen. In deren Proben war die Menge an Immunmolekülen gegen das Epstein-Barr-Virus deutlich größer als im Blut von Gesunden, fanden die Forscher.

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MS durch Ultraschall sichtbar

Forscher der Universität Würzburg haben ein Ultraschallverfahren entwickelt, mit dem - bisher im Tierversuch - jene Moleküle sichtbar werden, die bei dem Nervenleiden multiple Sklerose für das Eindringen schädlicher Entzündungszellen in das Gehirn verantwortlich sind. Möglich wurde dies durch ein Kontrastmittel, in dem Antikörper an winzige, luftgefüllte Bläschen gekoppelt sind. Die Antikörper erkennen krankheitsrelevante Moleküle, setzen sich daran fest und markieren sie mit den Bläschen. Diese werden dann durch Ultraschall sichtbar, so der Neurologe Mathias Mäurer. Nach seiner Ansicht ist die neue Technologie ein "Meilenstein" in der Erforschung der Krankheit. dpa


 

Artikel erschienen am Mo, 30. Mai 2005 , Die Welt

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